+++ Der Bericht zum Rennen in Barcelona +++

Adios! Bis 2028, Barcelona!

Das finale Rennergebnis ist draußen, das ist unser Zeichen, den heutigen Tag abzuschließen. Es war ein emotionaler Tag, an dem sehr, sehr viel gesprochen wurde. Auch wir möchten Lewis Hamilton gratulieren, das haben heute noch nicht genug Menschen gemacht. Damit: Adios, Barcelona. Dort reisen wir erst 2028 wieder hin. Denn ab nächstem Jahr rotiert der Circuit de Barcelona-Catalunya mit dem Circuit de Spa-Francorchamps. Wir, also ihr Leser und wir im Liveticker, lesen uns in zwei Wochen beim MSM-Heimspiel in Österreich wieder. Auf dem Red Bull Ring wird unsere Redaktion stark vertreten sein. Falls ihr einen von uns seht, einfach ansprechen, wir beißen nicht. Meistens. Bis dahin: Servus!

Verstappen verfolgte Spitzenkampf auf Bildschirm

Für Max Verstappen war es ein einsames Rennen. "Es war nicht viel los. Ich habe hauptsächlich den Kampf an der Spitze über die Bildschirme verfolgt", lacht er nach dem Rennen. Der RB22 war einfach zu langsam, es fehlte an allen Reifen-Ecken und -Enden. "Wir waren auf jeder Mischung zu langsam. In jedem Stint haben wir ein paar Sekunden verloren. Das ganze Wochenende war schon so. Unsere Strategie war gut, es war die Sieger-Strategie, da können wir uns nicht beschweren." Wie auch Hamilton hat Verstappen drei Stopps eingelegt. Für Österreich muss man sich noch an mehreren Stellen verbessern: "Dem Auto fehlt es an einigen Stellen, aber auch beim Reifenmanagement sind wir hinten."

So fühlt sich Antonelli nach seinem DNF

Für Antonelli war es letztlich eine Nullnummer - die erste seiner Saison und seit Silverstone 2025. Damit endet seine Rekord-Siegesserie. Wie fühlt man sich, wenn man drei Runden vor Ende ausfällt? "Ich fühle mich etwas leer", ist die erste Reaktion des 19-Jährigen. "Aber es ist, wie es ist. Rennen enden so. Es ist wirklich schade, aber es ist niemandes Schuld. Die Pace war sehr gut. Ich freue mich auf das nächste Rennen", versucht sich Antonelli den Tag gutzureden. In zwei Wochen in Österreich kommt er an eine Strecke, an der er 2025 schon in der ersten Runde crashte. Deswegen gibt es jetzt viel Rast für Antonelli, um "in bester Form zurückzukommen".

Antonelli: Hätte er Hamilton gefährlich werden können?

Beim VSC holte sich Hamilton einen gratis Pitstop ab, der ihm später den Sieg brachte. Kimi Antonelli gratuliert seinem Vorgänger erstmal: "Ich freue mich für ihn. Lewis hat diesen ersten Sieg schon so lange gejagt. Ich freue mich, dass er Erfolg hatte." Es folgt jedoch ein großes Aber. "Ich glaube... Hätte ich das Manöver gegen George schon im zweiten Stint geschafft, wäre es ein anderes Rennen gewesen. Die Pace war sehr gut, besonders am Ende des Stints. Ich glaube, vielleicht wäre es wirklich eng mit Lewis geworden. Vielleicht hätten wir kämpfen können", trauert er verflossenen Möglichkeiten hinterher. Hätte, hätte, Fahrradkette. Oder wie ein weiser Mann einst sagte: Wenn meine Mutter Eier hätte, wäre sie mein Vater.

5 Sekunden für Antonelli

Kimi Antonelli bekam im Rennen eine Warnung, weil er dreimal die Track-Limits verstoßen hatte. McLaren schwärzte ihn bei den Stewards an, um daraus mehr zu machen. Im Endeffekt war es egal, weil Antonelli mit einem Defekt ausfiel. Jetzt kam heraus, dass es wegen Antonellis Track-Limits ordentlich Stress bei den Stewards gab. Im Nachhinein wurde ihm eine Runde gestrichen, weil er in Kurve 10 drüber war. Das wurde während des Rennens übersehen. Deshalb bekommt Antonelli eine 5-Sekunden-Strafe auf sein Ergebnis aufgerechnet. Tja. Wenigstens nimmt er die Strafe nicht umgewandelt als Startplatzverschiebung mit, das passiert erst ab 10 Sekunden.

Leclerc nach Barcelona-Crash desolat

Party-Stimmung auf der einen Garagenseite von Ferrari - Trauerstimmung auf der anderen. Charles Leclercs mechanischer DNF wiegt schwer auf seinen Schultern, nachdem er schon in Monaco wegen eines Unfalls mit schwierigen Bremsen ohne Punkte rausging. "Ich bin sehr enttäuscht", so der Monegasse. Trotzdem nimmt er sich Zeit, seinem Teamkollegen zum ersten Sieg seit 2024 zu gratulieren. "Lewis und das Team haben es selbst geschafft. Ich wünschte, ich wäre weiter vorne im Mix gewesen, aber das war meine eigene Schuld. Große Gratulation an Lewis, der schon länger wirklich dabei ist und unglaublich war. Und auch an das Team, die wirklich hart pushen und Updates bringen, die sich bezahlt machen. Es ist gut zu sehen."

Scheißrennen! Toto Wolff nach Antonelli-Ausfall stinksauer

Obwohl die Freude über Hamiltons Sieg bei Toto Wolff groß war, war die Wut über den Ausfall von Kimi Antonelli umso größer. "Es war ein Scheißrennen", schimpfte er bei ORF. "Es kann natürlich nicht sein, dass du um die WM fährst und dann abwechselnd mit irgendeinem Auto ausfällst", legte er später nach. "Man kann keine Meisterschaft mit Ausfällen gewinnen." Nach dem Mercedes-Fight, der mit einem starken Überholmanöver von Antonelli in Kurve 1 endete, kurz bevor er ausfiel, stellt sich jetzt auch die Frage: Kommt jetzt die Teamorder? Die Antwort erfahrt ihr im Artikel:

Zweiter Start-Patzer bei Williams bestraft

Bei Williams war man am Start anscheinend noch nicht so wach. Denn neben dem Heizdecken-Malheur holten sie sich eine weitere Geldstrafe in der Höhe von 5.000 Euro ein. Diesmal waren die Übeltäter aber die Mechaniker von Carlos Sainz. Sie vergasen eine schwarze Box am Grünstreifen neben der Strecke. Nach dem 15-Sekunden-Signal muss das gesamte Equipment von der Strecke entfernt werden. Weil ein Mechaniker etwas vergesslich war, muss das Team jetzt blechen.

Kurioser Vorfall bei Williams: Heizdecke steckt

Auch Williams bekommt nachträglich eine Strafe. Für einen Verstoß gegen das Startprozedere bei Alex Albons Auto muss das Team 5.000 Euro zahlen. Was ist passiert? Das wirkt eher wie die Aktion eines Comedy-Sketsches als die eines professionellen F1-Teams. Als der Mechaniker das Auto vor der Formationsrunde vom Wagenheber abstellte, hatte man vorne rechts die Heizdecke noch nicht komplett entfernt. Das Ende blieb so unter dem Rad stecken. Die Mechaniker zogen und zogen daran, aber das Kabel verklemmte sich. Sie schoben den FW48 sogar etwas zurück, um das Kabel rauszubekommen. Aber es wollte nicht. Dann mussten die Mechaniker die Strecke verlassen. Sie zogen vom Grünsteifen weiter an der Heizdecke. Das war aber erfolglos. Erst als Albon wegfuhr, konnten sie die Heizdecke wegpacken.

Colapinto nachträglich bestraft!

Nicht nur Lewis Hamilton wurde während des Rennens wegen eines Vergehens unter Gelb untersucht, sondern auch Franco Colapinto. Anders als beim Barcelona-Sieger wurde Colapintos Fall nicht ad acta gelegt. Jetzt steht fest: Er war während der von Alonso ausgelösten gelben Flagge zu schnell unterwegs. "Auto 43 hat die Geschwindigkeit zwar leicht reduziert, als es in die einzelne gelbe Flaggen-Zone fuhr, aber nicht genügend, als es in den relevanten gelben Sektor fuhr. Die Stewards erkennen an, dass Auto 43 zwar langsamer wurde, aber bewerten es nicht als langsam genug, um innerhalb der Regulationen zu sein", heißt es im Strafdokument. Dafür werden ihm zehn Sekunden auf sein Ergebnis draufgerechnet. Das wirft ihn von P8 auf P10 zurück. Er bekommt dazu auch noch einen Strafpunkt auf seine Superlizenz. Damit hat er insgesamt zwei bei erlaubten 12 auf seinem Konto stehen.

Hülkenberg: Soll jetzt noch nicht sein

Für Hülkenberg ist der Ausfall in Barcelona riesiges Pech. "Es war einfach ein plötzlicher Tod. Game over", beschreibt der Deutsche resigniert. Er ist 2026 noch immer punktelos, war zur Zeit seines Ausfalls in den Top-10. "Leider nehmen wir nichts mit, obwohl wir hätten sollen. Es ist Pech, so wie letztes Wochenende. Da können wir nicht viel tun. Es soll jetzt anscheinend noch nicht sein. Wir müssen dabeibleiben."

Darum gab Nico Hülkenberg auf

Nehmen wir uns jetzt einmal eine kleine Pause von Hamiltons Sensation. Schließlich fuhren noch andere Fahrer und Teams in diesem Rennen. Beispielweise Nico Hülkenberg. Der fuhr zwar nur 27 Runden, war aber auch dabei. Audi klärt nun auf, warum Hülkenberg aufgab. "Kies, der durch das Weitgehen von Lawsons Auto aufgewirbelt wurde, hat leider einen Feuerlöscher-Knopf und ERS-Killswitch getroffen. Dieser Knopf soll das Auto im Notfall ausschalten." Dadurch verlor Hülkenberg sofort die Leistung. Da es zum Glück genau in der Kurve vor der Boxengasseneinfahrt passierte, konnte Hülkenberg mit dem letzten Schwung noch zum Audi-Standplatz rollen. Ein richtiges bitteres Ende für Hülkenberg, der auf einem guten Weg zu seinen Punkten war.

Ferrari-Teamchef über WM: Kirche im Dorf lassen

"Es ist sehr emotional", meint Ferrari-Teamchef Fred Vasseur. Er und Hamilton arbeiten schon seit 2006 zusammen. Dass er jetzt aber schon um die WM fährt, davon will Vasseur bei Sky nichts wissen: "Jetzt lassen wir die Kirche einmal im Dorf. Wir hatten ein gutes Wochenende und werden schon zum Weltmeister gemacht. Eine Woche später geht es dann wieder in die andere Richtung. Wir müssen ein Rennen nach dem anderen denken und nehmen, wie es kommt. Darauf müssen wir uns fokussieren."

Ferrari-Chef Elkann gratuliert Hamilton zum Sieg

Auch die oberste Etage von Ferrari lässt es sich nicht nehmen, Hamilton zu gratulieren. Jon Elkann, Executive Chairman bei der Scuderia, schickte Lobesworte: "Sehr gut gemacht, Lewis. Dein erster Sieg für Ferrari, ein emotionaler Moment und ein wichtiges Resultat, das dem ganzen Teams und all unseren Fans gehört. Ich würde gerne jedem für die Entschlossenheit, die Opfer und die gesamte Mühe danken. Damit demonstrieren wir die Leidenschaft und den Ferrari-Geist, der auf der Strecke und in Maranello gelebt wird." Das ist besonders interessant, da Elkann noch letztes Jahr die zwei F1-Fahrer sehr stark kritistierte.

Wolff fürchtet Hamilton im WM-Kampf: Lieber nicht!

Dass Hamilton sich jetzt so in den eigentlich zwischen den Mercedes geglaubten WM-Kampf einmischt, passt Toto Wolff gar nicht. "Ich will lieber nicht gegen ihn in der WM kämpfen. Ich weiß, was er kann. Wenn er Blut leckt, dann legt er los. Ich habe es viele Jahre gesehen, wenn plötzlich der Hamilton-Zug loslegt. Der ist dann nur sehr schwer zu stoppen", fürchtet sich der Österreich schon.

Toto Wolff: Vielleicht hilft die Freundin

Wenig Leute im Fahrerlager kennen Lewis Hamilton besser als Toto Wolff. Was hält sein ehemaliger Teamchef von Hamiltons Performance-Aufschwung? "Es ist harte Arbeit. Das Auto wirkt besser als die vorherigen Jahre. Man kann sehen, dass sein Fahren sehr stark ist. Die Dynamik zwischen ihm und dem Team sieht sehr gut aus. Sein Gesicht auf dem Podium zeigt, wie glücklich er ist. Vielleicht hilft auch die Freundin", meint Wolff mit einem Augenzwinkern. Seit dem Frühjahr ist Hamilton in einer Beziehung mit US-Star Kim Kardashian. "Es hat mir geholfen, eine Partnerin in meinem Leben zu haben, ein stabiles Familienleben. Sie scheinen gut miteinander auszukommen. Wenn alle diese Faktoren zusammen passen, das Emotionale, Persönliche und Professionelle, dann sind die Fahrer in einer guten Verfassung, dann gewinnen sie", so Wolff.

Glaubt Hamilton an die WM?

Mit nur 41 Punkten und noch 15 Rennen zu fahren stellt sich jetzt die ernsthafte Frage: Ist Hamilton jetzt ernsthaft auf der Jagd nach seinem 8. WM-Titel? "Ich werde (das Ergebnis) jetzt mal so mitnehmen", hält er sich noch zurück. "Es ist ein langer Weg. Sie (Mercedes) haben eine super Pace. Wir werden weiterarbeiten und versuchen, die Lücke zu schließen. Es ist auf jeden Fall noch nicht vorbei." In der Pressekonferenz, zu der er zehn Minuten zu spät kam, fügte er noch hinzu: "So wie das Jahr anfing, habe ich noch gar nicht darüber nachgedacht. Wir wissen, dass wir ein Power-Defizit haben, das macht es auf Strecken mit langen Geraden schwieriger. Aber es ist ein super Auto im Kern. Es ist schwierig, auf lange Zeit zu denken. Ich denke an ein Rennen nach dem anderen."

Woher kam der Sieg? Hamilton klärt auf

Nach so einer schrecklichen Vorsaison stellt sich nun die Frage: Woher kommt plötzlich das Selbstvertrauen? "Ich habe mich einfach zurück zu meinem Zentrum gearbeitet", erklärt Hamilton. "Da ist viel Arbeit, die im Hintergrund passiert. Das Team gibt mir dieses Vertrauen zurück, indem sie in die Änderungen und Dinge, nach denen ich frage, vertrauen. Langsam sehen wir, dass es alles zusammenkommt. Ich bin glücklich in meinem Leben. Es gibt kein besseres Gefühl, als ein Formel-1-Auto zu fahren."

Norris: Hatten Glück mit Antonelli-Ausfall

Dass Lando Norris am Podest steht, hat er aber nicht seinem Auto zu verdanken. "Ich habe versucht, mit diesen Typen mitzuhalten, aber sie waren einfach zu schnell", weiß auch der amtierende Weltmeister. "Wir sind drangeblieben und haben uns damit eine Chance gegeben, falls etwas passiert. Wir hatten Glück, dass Antonelli ausgefallen ist." Sonst ist Norris glücklich mit dem Auto und seinem zweiten Podium 2026. Was braucht es, um wieder siegesfähig zu sein? "Ein bisschen von allem. Das Team macht einen guten Job, wir machen gute Fortschritte. Aber die Konkurrenz macht einen besseren Job. Das müssen wir uns selbst eingestehen. Wir müssen weiter hart pushen, uns ruhig verhalten und weiterarbeiten. Dann werden wir bald dort sein."

Barcelona: Erstes komplett britisches Podium seit 1968

Lando Norris vollendet das Podiums-Trio und muss auch erstmal dem Sieger gratulieren: "Es ist toll, ihn wieder ganz oben zu sehen. Ich freue mich für dich, Kumpel!" Mit Hamilton, Russell und Norris sind die Top-3 in Barcelona alle Briten. Das hat es in der Formel 1 seit 1968 nicht mehr gegeben. Beim USA Grand Prix in Watkins Glen gewann Jackie Stewart vor Graham Hill und John Surtees.

Russell: Gut, wieder am Podium zu sein

Abseits von Lewis Hamiltons Sensations-Sieg war es auch ein guter Tag für George Russell. Er ist das erste Mal seit China wieder am Podium. Durch Antonellis Ausfall holte er auch noch in der WM auf seinen Teamkollegen auf. "Es war ein harter Tag, aber es ist gut, wieder auf dem Podium zu sein", so der Zweitplatzierte. "Es war ein sauberes Rennen von meiner Seite. Im ersten Stint habe ich mich gut gefühlt, in den letzten zwei Stints war es schwieriger. Aber Ferrari war sehr beeindruckend heute. Wir müssen auf jeden Fall weiter pushen."

Russell gratuliert Hamilton: Endlich wieder der alte Lewis!

Neben Lewis Hamilton kam George Russell nach dem Ausfall von Kimi Antonelli als Zweiter über die Ziellinie. Bevor er über sein eigenes Rennen spricht, hat er ein paar Worte für seinen ehemaligen Mercedes-Teamkollegen: "Gratulation an diesen Typen! Ich weiß, wie hart er arbeitet. Wir haben viele Jahre zusammen verbracht. Ich bin froh, ihn wieder als alten Lewis zu sehen, mit dem ich aufgewachsen bin, als ich angefangen habe, Formel 1 zu schauen." Er war sehr überrascht von der Ferrari-Pace im Rennen: "Lewis' Pace war verrückt. Ich glaube, sie kommen (in der WM)."

Hamilton beendet Ferrari-Durststrecke!

Ein kleiner Fun Fact am Rande: Hamilton hat mit seinem Sieg in Barcelona eine längere Ferrari-Durststrecke beendet. Den letzten Sieg feierten die Roten in Mexiko 2024, damals mit Carlos Sainz, den sie für Hamilton rausschmissen. Charles Leclercs letzter Sieg war in den USA 2024. Interessante Fakten, auf jeden Fall. Mit seinem Sieg stärkt Hamilton seinen zweiten Platz in der WM. Durch Antonellis Ausfall holt er 25 Punkte auf. Der WM-Leader ist aber trotzdem noch 41 Punkte vorne.

Hamilton über Sieg: Erster von vielen!

Es ist insgesamt Hamiltons 106. Karriere-Sieg, womit er seinen eigenen Rekord überbietet. Dieser ist für ihn aber sehr emotional: "Sie sind alle auf ihre eigene Weise besonders. Aber das hier ist etwas anderes. Ich habe als Kind im Fernsehen zugesehen, als Ferrari erfolgreich war. Als ich dann Rennen gefahren bin, habe ich auf die Bildschirme geschaut und mir gedacht, wie es wäre, in diesem Auto zu gewinnen. Jetzt habe ich es geschafft. Ich bin dem Team auf ewig dankbar. Tolle Reifenwechsel, tolle Strategie, das Auto hat sich unglaublich angefühlt. Ich hoffe, es ist der erste von vielen", so Hamilton und beendet seine Ansprache noch mit einem 'Forza Ferrari.'

Hamilton: Der Traum schien unmöglich

Auch in Parc ferme ist Hamilton ganz aufgelöst. In den Interviews, die zufälligerweise ausgerechnet von Nico Rosberg geführt werden (das passiert sonst nur in Filmen), bedankt er sich bei allen: "Zuerst ein riesiges Dankeschön an alle hier, das Team, Ferrari, alle in der Fabrik. Danke an Fred (Vasseur), der an mich geglaubt hat und mich zu diesem Team gebracht hat. Ich habe letztes Jahr einen Traum begonnen, der fast unmöglich erschien. Aber wir haben nie die Hoffnung aufgegeben. Das Team hat mich weiter unterstützt. Wir haben so viele Änderungen und Verbesserungen gemacht. Oben drauf habe ich die besten Fans, die sich ein Sportler wünschen kann. Danke an alle."

Hamiton eskaliert am Funk: Danke für die Reifenwechsel

Am Ende der Ehrenrunde scheint es Hamilton erst so richtig zu treffen, was er gerade geschafft hat. "Let's go!", schreit er am Funk in Ekstase. "Forza Ferrari! Forza Ferrari! Leute, auch danke für die tollen Boxenstopps. Sorry, dass ich so viel Rede, aber ich bin so stolz auf euch. Danke!"

Hamiltons Renningenieur: Werde mich immer daran erinnern

Auch Hamiltons Renningenieur, Carlo Santi, meldet sich am Funk seines Siegers: "Gut gemacht, Lewis. Du hast endlich das bekommen, was du schon im ersten Jahr bei uns verdient hättest. Daran werde ich mich immer erinnern." Auch von Teamchef Fred Vasseur kommt Lob mit dem liebevollen Spitznamen: "Gut gemacht, Luigi."

Hamilton reagiert auf Sensationssieg

Am Ferrari-Funk ist Party angesagt. "Ciao, raggazzi! Grazie a tutti a Maranello", freut sich Hamilton in schlechtem Italienisch. Übersetzt: Hallo Leute. Danke an alle in Maranello. Dann geht es auf Englisch weiter (von uns natürlich übersetzt): "Danke, das ihr mir geholfen habt. Ich habe mir diesen Traum erfüllt und ich kann euch nicht genug danken. Danke an alle, die so hart gepusht haben, hier und daheim. Ich bin so stolz auf euch. An meine Familie: Ich liebe euch. Danke an die Fans, die mich immer daran erinnern, wer ich bin. Ich hätte es ohne euch nicht geschafft."

+++ Der Barcelona GP im Live-Kommentar +++

Barcelona-Catalunya GP

Rennen, Runde: 66 / 66, Sonnenschein

Lewis HamiltonFerrari1
George RussellMercedes-AMG   +19.562
Lando NorrisMcLaren   +23.723
Max VerstappenRed Bull   +40.504
Oscar PiastriMcLaren   +58.665
Isack HadjarRed Bull   +1 L6
Pierre GaslyAlpine   +1 L7
Franco ColapintoAlpine   +1 L8
Liam LawsonRacing Bulls   +1 L9
Arvid LindbladRacing Bulls   +1 L10
Gabriel BortoletoAudi F1 Team   +2 L11
Carlos Sainz jr.Williams   +2 L12
Esteban OconTGR Haas F1 Team   +2 L13
Sergio PérezCadillac F1 Team   +3 L14
Charles LeclercFerrari15
Kimi AntonelliMercedes-AMG16
Oliver BearmanTGR Haas F1 Team17
Alexander AlbonWilliams   +11 L18
Fernando AlonsoAston Martin F1 Team19
Nico HülkenbergAudi F1 Team20
Valtteri BottasCadillac F1 Team21
Lance StrollAston Martin F1 Team22
Positionen Barcelona-Catalunya GP
1Lewis Hamilton
Ferrari

3 Stopps
2George Russell
Mercedes-AMG
  +19.56
2 Stopps
3Lando Norris
McLaren
  +23.72
2 Stopps
4Max Verstappen
Red Bull
  +40.50
3 Stopps
5Oscar Piastri
McLaren
  +58.66
2 Stopps
6Isack Hadjar
Red Bull
  +1 L
3 Stopps
7Pierre Gasly
Alpine
  +1 L
2 Stopps
8Franco Colapinto
Alpine
  +1 L
2 Stopps
9Liam Lawson
Racing Bulls
  +1 L
2 Stopps
10Arvid Lindblad
Racing Bulls
  +1 L
2 Stopps
11Gabriel Bortoleto
Audi F1 Team
  +2 L
3 Stopps
12Carlos Sainz jr.
Williams
  +2 L
3 Stopps
13Esteban Ocon
TGR Haas F1 Team
  +2 L
3 Stopps
14Sergio Pérez
Cadillac F1 Team
  +3 L
3 Stopps
15Charles Leclerc
Ferrari

2 Stopps
16Kimi Antonelli
Mercedes-AMG

2 Stopps
17Oliver Bearman
TGR Haas F1 Team

2 Stopps
18Alexander Albon
Williams
  +11 L
4 Stopps
19Fernando Alonso
Aston Martin F1 Team

1 Stopp
20Nico Hülkenberg
Audi F1 Team

1 Stopp
21Valtteri Bottas
Cadillac F1 Team

1 Stopp
22Lance Stroll
Aston Martin F1 Team

0 Stopps

16:42 UhrBis dahin, auf Wiedersehen und Adios!

16:41 UhrUnd damit verabschieden wir uns für dieses Wochenende. Weiter geht's in zwei Wochen mit dem Großen Preis von Österreich.

16:40 UhrNico Rosberg macht die Post-Race-Interviews.

16:40 UhrHamilton sitzt ungläubig in der Ecke.

16:39 UhrGratulationen gibt es auch von Kimi Antonelli.

16:39 UhrEin spektakulärer Barcelona Grand Prix ist zu Ende! Die Ferrari-Crew freut sich natürlich unheimlich und ruft im Chor: Lewis! Lewis! Lewis!

16:38 UhrHamilton holt sich seinen siebten Sieg in Barcelona und ist damit der erfolgreichste Fahrer hier.

16:38 UhrAuf Platz sieben und acht die beiden Alpines Gasly und Colapinto. Und die letzten Punkte auf neun und zehn holen sich die Racing Bulls.

16:37 UhrIsack Hadjar hat es nach einem schlechten Start noch auf seine Ausgangsposition zurückgeschafft und fährt als Sechster über die Ziellinie.

16:37 UhrVerstappen holt mit Platz vier gute Punkte für Red Bull. Auf Platz fünf beendet Oscar Piastri.

16:36 UhrGeorge Russell beendet den GP auf Platz zwei. Lando Norris beendet ebenfalls auf dem Podium mit Platz drei.

16:36 UhrUnd seinen ersten Ferrari-Sieg!

16:36 UhrLewis Hamilton holt sich den Sieg in Barcelona!

16:35 UhrHamilton kurz vor Kurve 10.

16:34 UhrDie letzte Runde ist angebrochen.

ZIEL: LEWIS HAMILTON SIEGT IN BARCELONA!!!!

Ein historischer Tag in Barcelona: LEWIS HAMILTON GEWINNT DEN GROßEN PREIS VON BARCELONA-CATALUNYA! Es ist Hamiltons erster Sieg in Rot, 106. Karriere-Sieg und der siebter Sieg auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya. Damit überholt er Michael Schumacher und wird zum erfolgreichsten Fahrer in Barcelona.

Leclerc rettet sich an die Box

Leclerc kann sich mit einem sehr schlecht anhörenden Motor gerade noch an die Box zurückschleppen. Antonelli musste in Kurve 5 ausrollen lassen, steht jetzt bitter neben der Strecke und schaut zu, wie sein Mercedes abgeschleppt wird. Ein bitteres Ende für beide. Lando Norris erbt den Podiumsplatz von Antonelli, Verstappen kommt auf P4. Das VSC wird beendet.

R 63 / 66: Antonelli und Leclerc rollen aus!

Gerade wollten wir über das phänomenale Überholmanöver von Kimi Antonelli berichten. Da rollt er auf einmal aus! Kimi Antonelli ist raus! Kurz danach meldet sich Charles Leclerc ab. Der Ferrari hat ein Problem mit dem Getriebe.

R 57 / 66: Hamilton auf Weg zum ersten Ferrari-Sieg

Gerade sieht alles so aus, als würden wir der Sensation der ersten Saisonhälfte entgegensteuern. Lewis Hamilton hat bereits 13 Sekunden Vorsprung auf seine Verfolger herausgefahren und ist drauf und dran, seinen ersten Ferrari-Sieg zu holen. Es wirkt fast so, als hätten sich die Sterne dafür in die richtige Position gebracht. Denn vor genau 30 Jahren, 1996, siegte auch Michael Schumacher in Barcelona das erste Mal in Rot. Mit 41 Jahren wäre Hamilton der älteste GP-Sieger seit Jack Brabham 1970. Es wäre Hamiltons erster Sieg seit Belgien 2024.

R 53 / 66: Mercedes-Duell bahnt sich an, McLaren verpetzt Antonelli

Hamilton entfleucht den Mercedes, deswegen beschäftigen sie sich jetzt weider mit ihnen selbst. Antonelli hängt wieder im Heck von Russell und beschwert sich am Funk, dass er viel mehr Pace hat. Inzwischen wird Russell angewiesen, ein bisschen Gas zu geben. Norris sieht sich das ganze von einer Sekunde Rückstand auf Antonelli an. Am Funk wird ihm gesagt, er soll dranbleiben. Antonelli hat nämlich schon drei Track-Limits-Vergehen und sei laut McLaren sicher noch öfters über die weiße Linie gefahren. "Wir haben das bereits der FIA gemeldet und die schauen sich das an", informiert Will Stephens. Die FIA hat noch nichts verlautbart.

R 49 / 66: Entwarnung für Hamilton

Entwarnung für Lewis Hamilton: Es gibt keine weitere Untersuchung gegen ihn. Die Stewards haben den Fall ad acta gelegt. Damit muss er sich keine Sorgen mehr machen. Der Ferrari-Pilot fährt gerade mit Abstand die besten Rundenzeiten und hat sich schon über sieben Sekunden von Russell abgesetzt.

Williams mit Testsession

Wer in unserem Live-Kommentar Alex Albon sucht, wird einen Rückstand von 10 Runden sehen. Was ist denn da passiert? "Alex ist an die Box gekommen, um eine lose Kamera zu richten. Daraufhin hat das Team einige Änderungen am Auto vorgenommen und wird das Rennen als Testsession weiterfahren", ließ Williams wissen.

R 44 / 66: Hamilton notiert

So nah an seinem ersten Ferrari-Sieg war Hamilton noch nie, doch jetzt wird er wegen eines Vergehen unter der gelben Flagge notiert. Was genau er getan haben soll, ist noch nicht bekannt. Sollte er sich schuldig gemacht haben, könnte es mindestens eine 5-Sekunden-Strafe nachsichziehen. Russell ist 4,49 Sekunden hinter ihm.

R 42 / 66 - GRÜN: Doch gutes Timing für Hamilton

Aber es passt doch noch für Hamilton! Das VSC ist lang genug draußen, um Hamilton den freien Boxenstopp zu ermöglichen. Er kommt mit frischen Hards aus der Box und überfährt die weiße Linie genau, als das VSC endet. Damit bleibt er in Führung, gut drei Sekunden vor Russell. Könnte sich heute sein erster Ferrari-Sieg ausgehen?

GELB /VSC: Alonso steht!

Virtuelles Safety Car! Lokalmatador Fernando Alonso steht vor Kurve 9 neben der Strecke! Das ist perfekt für Verstappen, der sich hier neue Reifen abholt. Ganz blöd ist es jetzt für Lewis Hamilton, denn das VSC ist um wenige Sekunden zu spät für Ferrari rausgekommen, da war er schon vorbei an der Boxengasseneinfahrt.

R 36 / 66: Mercedes-Duell durch Boxenstopp unterbunden

Ohne Hamilton in der Mitte holt Antonelli jezt auf seinen Teamkollegen auf. Auf der langen Start-Ziel-Geraden versucht es der junge Italiener, schafft es nicht ganz. Doch er bleibt durch die ersten Kurven dran, teilweise sehr knapp. Toto Wolff wird schon beten, dass sich 2016 nicht wiederholt. Mehrmals weist Bonnington Antonelli drauf hin, dass er vorsichtig sein soll, zuerst wegen Track Limits, dann wegen Norris, der aufholt. Dann geht Norris an die Box, McLaren riecht die Chance eines Undercuts. Russell reagiert, dadurch wird Antonelli zurückgepfiffen.

R 32 / 66: Hülkenberg fällt aus

Schade für Audi: Nico Hülkenberg hat ein Problem und muss das Rennen beenden. Er kann noch aus eigener Kraft an die Box, kann am Eingang aber schon nicht mehr schalten. Mit einem toten Motor rollt er auf den Standplatz und wird in die Box geschoben. Wenigstens schafften es beide Audis in die Startaufstellung.

Schwarz-weiße Flagge für Antonelli

Dritter Strike für Kimi Antonelli. Schon dreimal war er außerhalb der Track Limits, dafür gibt es als Warnung die schwarz-weiße Flagge. Sollte er sich noch einen Strike erlauben, gibt es eine Fünf-Sekunden-Strafe. Darauf weist ihn sein Renningenieur Peter Bonnington auch hin.

R 28 / 66: Hamilton & Verstappen versuchen 3-Stopp

Nach nur 15 Runden auf dem Hard kommt Lewis Hamilton wieder an die Box und holt sich einen neuen Medium-Reifen ab. Ferrari ist also wirklich aggressiv und versucht drei Stopps. Es sind noch fast 40 Runden zu fahren. Hamilton legt gleich mit der schnellsten Rennrunde los. Mercedes und McLaren reagieren nicht, nur Verstappen kommt rein und holt sich seinen einzigen harten Reifen ab. Es steckt ein bisschen, aber er kommt vor Hadjar raus.

R 21 / 66: Teamdrama bei Alpine

Bisher sorgt nur Isack Hadjar für ein bisschen Bewegung im Feld. Er arbeitet daran, seine verlorenen Plätze wieder aufzuholen. Doch da kommt Alpine zur Rettung: Franco Colapinto wird angewiesen, Pierre Gasly in Kurve 1 vorbeizulassen. Der ist verwundert: "Aber er ist ein oder zwei Sekunden weg?" Trotzdem wird getauscht. Wirklich absetzen kann sich Gasly aber nicht. Ah, und wir haben Valtteri Bottas verloren. Cadillac meldet, dass Bottas sicherheitshalber aufgegeben hat. Genaueres will man nicht verraten.

Startprobleme bei Williams?

Nach seinem Teamkollegen wurde jetzt auch Carlos Sainz wegen eines Vergehens beim Startprozedere notiert. Was genau er verbrochen haben soll, wissen wir nicht. Albons Fall wird nach dem Rennen entschieden.

R 17 / 66: Leclerc doch an die Box

Jetzt kommt Leclerc doch an die Box, ein paar Runden später als alle anderen und holt sich neue Hards ab. Dadurch verlor er Zeit auf Verstappen. Vorher war er im Getriebe des Red Bulls, jetzt fehlen ihm acht Sekunden. An der Spitze hat sich die Ordnung wieder hergstellt: Russell vor Hamilton vor Antonelli. Russell regte sich am Funk auf, dass man ihm hätte sagen können, dass er früh zu Stopp kommt. Denn er hat seine Reifen gemanagt und war dadurch langsamer.

R 14 / 66: Hamilton drängt in die Box

Ein früher Boxenstopp von Lewis Hamilton zieht jetzt den Rattenschwanz der Fahrer hinter sich her. Der Ferrari kommt auf dem Hard-Reifen raus. Russell meint am Funk: "Er wird auf 3 (Stopps) gehen!" Seine Rundenzeiten drängen nun das ganze Feld zum Reifenwechsel: Verstappen holt neue Mediums, Russell und Antonelli auf Hard, Norris und Piastri auch. Charles Leclerc führt das Rennen an, verweigert auch noch einen Boxenstopp. Doch er ist rund drei Sekunden langsamer als die Piloten mit frischen Reifen.

R 13 / 66: Entwarnung für Hülkenberg & Lindblad

Entwarnung für Hülkenberg, Lindblad, Bortoleto, Ocon, Bearman und Hadjar. Alle haben sich den Stewards nach nichts zu Schulden kommen lassen.

R 10 / 66: Fahrer schieben sich von der Strecke

Wir haben gleich mehrere Untersuchungen zu vermelden. Um Isack Hadjar, der sich auf P11 vorgearbeitet hat und gerade Arvid Lindblad jagt, und Oliver Bearman läuft eine Untersuchung, weil einer den anderen von der Strecke geschoben haben soll. Wer der Täter und wer das Opfer ist, kommt nicht hervor. Gleiches gilt für Esteban Ocon und Gabriel Bortoleto. Auch Alex Albon wurde notiert, weil er gegen das Startprozedere verstoßen haben soll.

R 8 / 66: Stroll draußen, Leclerc crasht fast in Piastri

Wir müssen uns vom Ersten verabschieden. Lance Stroll kommt mit Getriebeproblemen an die Box und wird in die Garage geschoben. Währenddessen kämpfen Charles Leclerc und Oscar Piastri um Position 6. In der ersten Kurve verschätzt sich Leclerc absolut mit dem Bremspunkt und fährt fast ins Heck des McLaren. Ein bisschen später geht er schön außen in den ersten Kurven an Piastri vorbei.

Start: Hadjar fällt bei Start stark zurück

Während Max Verstappen diesmal zumindest wegkommt, erwischt der schlechte Red-Bull-Start seinen Teamkollegen. Isack Hadjars Drehzahl fällt beim Start komplett in den Keller und er kommt nur schwer vom Fleck. Er verliert fast 10 Plätze, konnte sich aber schon etwas zurückkämpfen. Er fährt derzeit auf Platz 12.

R 1 / 66Untersuchung gegen Hülkenberg & Lindblad

Schon haben wir die erste Untersuchung. Nico Hülkenberg und Arvid Lindblad haben um Position 9 gekämpft, dabei sollen beide die Strecke verlassen haben und sich dadurch einen Vorteil gesichert haben. Das ist nicht erklaubt. Beide Fälle wurden bereits zur Untersuchung weitergegeben.

START: Top-3 kommen gut durch, Positionsverschiebungen dahinter

Grün und das Feld macht sich auf den langen Weg zu Kurve 1. Der rote Reifen hat sich für keinen ausgezahlt. Lewis Hamilton konnte Ferraris Raketenstart nicht nutzen und bleibt auf P2. Max Verstappen verliert sogar eine Position an Oscar Piastri, aber kann sie sich wieder zurückholen. Großer Gewinner des Starts ist Charles Leclerc: Er kommt von P10 auf P7.

Formationrunde startet

Jetzt fahren die Fahrer los in die Formationsrunde. 4,657 Kilometer müssen sie jetzt zurücklegen, bevor sie sich wieder auf dem Grid aufstellen. Zur Strategie: Verstappen war der Einzige, der in den Trainings den harten Reifen probierte. Er hat noch zwei frische Mediums in der Hinterhand, könnte also ganz auf den Hard verzichten, der ihm im Training gar nicht gut gefiel.

Reifenwahl

Huh, das hatten wir nicht erwartet. Lewis Hamilton, Max Verstappen und Nico Hülkenberg sind in den To-10 die Einzigen mit dem Soft-Reifen. Sie pokern auf einen sehr frühen Boxenstopp, denn der rote Pneu hält nicht lange. Aber sie wollen's wissen. Am Start ist das sicher ein Vorteil gegenüber den Medium-Piloten. Auch Franco Colapinto, Carlos Sainz, Esteban Ocon und Sergio Perez sind auf Soft unterwegs. Die beiden Aston Martins fahren auf Hard weg.

10 Jahre seit Verstappens Debüt-Sieg

Weil wir gerade von Spanien 2016 sprachen: Wir feiern heute auch 10 Jahre, seit Max Verstappen bei seinem Formel-1-Debüt für Red Bull Racing den Sieg holte. Klar, die zwei Favoriten von Mercedes crashten vor ihm, was das erst möglich machte. Aber er wurde die letzten 20 Runden von Kimi Räikkönen gejagt. Also herzlichen Glückwunsch. Das Rennen damals markiert übrigens auch das letzte Mal, dass in Barcelona von einem Platz außerhalb der Top-3 gewonnen wurde. Im Internet gibt es den Trend, auf 2016 zurückzublicken und wiederzubeleben. Ob die Formel 1 das heute auch macht?

Wolff: Keine Angst vor 2016-Wiederholung

Zwei Mercedes ganz vorne in Barcelona erweckt Erinnerungen, vor allem bei Toto Wolff. Angst vor einer Wiederholung des Desasters zwischen Lewis Hamilton und Nico Rosberg von 2016 hat er aber nicht. "Das ist durchaus präsent, aber das ist heute eine andere Situation mit den beiden", meint der Österreicher vor dem Rennstart im ORF über Kimi Antonelli und George Russell. "Ich gehe schon davon aus, dass da der Kopf eingeschaltet ist."

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Barcelona GP im Sessionticker

So. Hymne läuft, alle Autos, die ein paar Teile gestern Abend oder heute Morgen noch geändert haben, hat Jo Bauer freigegeben. Alles innerhalb Parc-ferme-Konditionen. Und der Session-Ticker läuft schon. Damit verpasst ihr wirklich keine einzige Sache, die auf der Strecke passiert. Dort gibt es auch die Rundenzeiten, Abstände und Positionen der Fahrer.

Boxengasse geschlossen

So, die Sichtungsrunden sind vorbei und alle Fahrer haben sich auf der Startaufstellung eingefunden. Glückwunsch, das war dieses Jahr oft nicht selbstverständlich. Auf ihren Runden klagten alle Fahrer über die Hitze. Pole-Setter George Russell verbremste sich sogar einmal ziemlich stark, doch es passierte nichts am Mercedes.

Jo Bauer hat eigenen Kommandostand

Ein kleiner Einblick in die Boxengasse: Jo Bauer, der Technische Delegierte der FIA, hat jetzt seinen eigenen, kleinen Kommandostand bei der Einfahrt. Er nimmt dort die Autos ab, wenn sie gewogen werden müssen und übersieht, dass alle Regeln eingehalten werden.
Jo Bauer mit Mini-Kommandostand
Foto: Motorsport-Magazin.com

Wolff: Nur ein Mercedes in Kurve 1!

Bei der Fahrerparade meinte Kimi Antonelli noch, dass er beim Start voll auf Attacke gehen wird. Doch Toto Wolff klärt bei ORF 1 auf, wie es tatsächlich laufen wird: "Wichtig ist, dass beide aus der ersten Runde kommen. Ich habe zu ihnen gesagt, dass in der ersten Kurve keine zwei Mercedes gehen, da geht nur einer." Bei Wolff kommen da Gedanken an den Spanien GP 2016 auf. Ab dann wird es interessant, die Strategie-Entscheidungen bei Mercedes heute zu sehen. "Das müssen wir einteilen. Kommt auch darauf an, wo der Ferrari ist. Definitiv wird es ein Reifenthema. Wir haben gestern nachgeschaut: Das heißeste Rennen jemals war Malaysia mit 61 Grad. Gestern hatten wir 52 und es ist heute heißer. Zwei-Stopp, auf jeden Fall."

Boxengasse öffnet

Die Boxengasse in Barcelona ist offen und die Fahrer lassen nicht auf sich warten. Lewis Hamilton schießt vorbei am Williams von Carlos Sainz. Die Fahrer haben bis 14:30 Uhr Zeit, um sich auf die Streckenkonditionen einzustellen.

Fernando Alonso startet von Boxengasse

Eine schlechte Nachricht für Fans von Fernando Alonso: Nicht nur hat er sich auf dem letzten Platz qualifiziert, aber Aston Martin hat sich dazu entschieden, Motorkomponenten zu tauschen. Dadurch wurden die Parc-ferme-Bedingungen gebrochen. Außerdem hat Alonso damit die erlaubte Anzahl an Komponenten überschritten. Dafür bekommt er eine Startplatzstrafe von 30 Plätzen. Eine wirkliche Auswirkung hat das aber nicht. Er musss nicht von Madrid starten.

F1 in Barcelona: Willkommen im Rennticker

Hallo und herzlich Willkommen im Rennticker zur Formel 1 in Spanien! In 30 Minuten starten wir in den Großen Preis von Barcelona-Catalunya. Wenn ihr hier neu seid und nicht von unserem Ticker vor dem Grand Prix kommt, dann habt ihr jetzt noch die Chance, alle News nachzulesen. Aber hurtig!