Die Geschichte von Aston Martin in der Formel 1
Der britische Sportwagenhersteller ging in den Jahren 1959 und 1960 kurzzeitig in der Formel 1 an den Start, verschwand aber genauso schnell wieder, wie er gekommen war. Der Grundstein für die Rückkehr im Jahr 2021 wurde durch die Übernahme Force Indias durch Lawrence Stroll gelegt. Der Rennstall, der 1991 erstmals als Jordan in der Königslasse antrat, knüpfte in den Händen von Vijay Mallyas ab 2008 nahtlos an die erfolgreiche Underdog-Geschichte an.
Aufgrund von Misswirtschaft rutschte Mallya 2018 in die Insolvenz und Stroll rettete den F1-Rennstall mit dem Aufkauf und der Übernahme vor dem Ruin. Unter dem neuen Namen Racing Point konnten die Ingenieure in Silverstone durch die neugewonnene finanzielle Stabilität wieder aus den Vollen schöpfen. Für die Saison 2020 stellten sie ein Auto auf die Beine, das den Rennstall wieder an die Spitze des Mittelfeldes brachte.
Ab 2021 startete das Team unter dem Namen Aston Martin. Teambesitzer Lawrence Stroll hatte zuvor knapp 235,6 Millionen Dollar in den Automobilhersteller investiert. Als Teil des Deals wurde das Formel-1-Team in den Hersteller umbenannt. Doch an die Form von 2020 konnte Aston Martin nicht anknüpfen.
Aston Martin versucht dem Abwärtstrend zu entkommen
Die Neuauflage von Aston Martin wurde ihren Ansprüchen 2021 nicht gerecht. Um im zweiten Jahr in die Erfolgsspur zu kommen, wurde im großen Stil umstrukturiert. Mit Mike Krack kam ein neuer Teamchef an die Spitze des Rennteams. Bis Ende des Jahres wurde die neue Fabrik fertiggestellt. Die Entwicklung und Fertigung des AMR22 fand mit Ausnahme der Nutzung des Mercedes-Windkanals in den alten Hallen in Silverstone statt.

2022 konnte Aston Martin zwar vereinzelt in die Punkte fahren, Highlights blieben in der Saison jedoch aus. Noch im Sommer gab Sebastian Vettel seinen Rücktritt aus der Formel 1 bekannt und machte den Weg ab 2023 für Fernando Alonso frei. Der Spanier fährt seither an der Seite von Lance Stroll für Aston Martin. Gemeinsam holten die Fahrerpaarung 280 Punkte, was den fünften Platz in der Konstrukteurswertung bedeutete. Im Jahr darauf, 2024, konnte Aston Martin zwar P5 in der Teamwertung verteidigen, allerdings holten Alonso und Stroll nur mehr 94 WM-Zähler.
Aufschwung durch Newey?
2025 ist für Aston Martin ein Jahr des Umbruchs. Im März stieß Star-Designer Adrian Newey zum Team. Im selben Monat wurde auch der eigene Windkanal in der Fabrik in Silverstone in Betrieb genommen. Mit dem Windkanal wurde der letzte große Baustein der nagelneuen Fabrik fertiggestellt. Mitte 2023 war das Team bereits in den Technology Campus, wie die Fabrik offiziell heißt, eingezogen. 2026 steht der nächste große Schritt für Aston Martin an: Aus dem Mercedes-Kunden wird dann das Honda-Werksteam.