Portrait
Bereits 1987 gastierte die Motorrad-Weltmeisterschaft zum ersten Mal zum Spanien-Grand-Prix in Jerez de la Frontera. Das Event im äußersten Süden Spaniens zählt somit zu den Ältesten im MotoGP-Rennkalender. Seit Gründung der Klasse im Jahr 2002 ist Jerez stets dabei, 2020 wurde aufgrund der Covid-19-Pandemie sogar zweimal auf dem Circuito de Jerez Angel Nieto gefahren. Der Spanien-GP stellt traditionell den Auftakt zur Europa-Tournee der MotoGP dar.
Das Layout des Circuito der Jerez Angel Nieto
Der Circuito de Jerez wurde erst 1986 gebaut, hat sich in den gut vier Jahrzehnten seines Bestehens aber zu einem der legendärsten Veranstaltungsorte im MotoGP-Kalender gemausert. Der Kurs unweit der spanischen Atlantikküste erfreut sich bei Fans, Fahrern und Teams aufgrund der herausragenden Stimmung und dem fast immer guten Wetter gleichermaßen hoher Beliebtheit.
Die 4,428 Kilometer lange Strecke in Jerez weist trotz zweier schneller Kurven eine der niedrigsten Durchschnittsgeschwindigkeiten im Kalender auf, gilt dafür aber als technisch besonders anspruchsvoll. Nicht selten ist der Circuito de Jerez Schauplatz dramatischer Finals - Mick Doohan, Valentino Rossi oder auch Marc Marquez sorgten in der Zielkurve bereits für kontroverse Manöver.

Abseits des Rennwochenendes zählt die Strecke aufgrund des fast immer guten Wetters in allen drei Klassen zu den beliebtesten Kursen für Testfahrten und wird für diesen Zweck praktisch das gesamte Jahr über genützt. Für Gefahr sorgt einzig eine geographische Besonderheit. Die Strecke liegt nämlich in einer Senke, wo sich gefallener Niederschlag nach Regenfällen ansammeln kann. Das sorgt dafür, dass selbst Stunden oder Tage nach Regenfällen in manchen Passagen des Kurses immer wieder Wasser aus dem Untergrund an die Streckenoberfläche gelangen kann. Diese nassen Flecken sorgen dann für erhöhte Sturzgefahr. Besonders gut zu sehen war dies im MotoGP-Sprint 2024, als gleich 15 Piloten stürzten.
Die Statistik zum Spanien-GP
Rekordsieger auf dem Circuito de Jerez Angel Nieto ist MotoGP-Legende Valentino Rossi, der den Spanien-GP im Verlauf seiner Karriere ganze siebenmal gewinnen konnte. Hinter ihm folgen Mick Doohan (5 Siege) sowie Marc Marquez, Francesco Bagnaia, Jorge Lorenzo und Dani Pedrosa mit je drei Erfolgen. In der MotoGP-Ära konnten sich außerdem noch Sete Gibernau, Loris Capirossi, Casey Stoner, Fabio Quartararo und Jack Miller je einmal in die Siegerliste eintragen. Die erfolgreichsten Konstrukteure sind Honda und Yamaha mit je acht Siegen, Ducati bringt es auf fünf Erfolge.